Managed Server
Managed ServicesManaged Server umfasst den Betrieb eines physischen oder virtuellen Servers: Aufsetzen, Wartung, Sicherung, Überwachung und die Behebung von Störungen. Dazu gehören das Schließen von Sicherheitslücken, die Kontrolle der Protokolle und ein sauberer Wiederherstellungspunkt. Für kleine Unternehmen ist das meist die wirtschaftlichste Form von Managed Services, weil ein Fehler am Server den kompletten Betrieb betrifft: E-Mail, Dateiablage und Telefonie hängen an derselben Kiste. Der Nutzen liegt in der Vorhersagbarkeit – Wartungsfenster, Reaktionszeit und geprüfte Wiederherstellung stehen schriftlich fest.
Managed Endpoint
Managed ServicesManaged Endpoint betreut die Arbeitsplätze eines Unternehmens: Inventar der Geräte, Patch-Management, Zugriffsschutz, Virenschutz und die Einrichtung von Standardsoftware. Der unsichtbare Teil ist die Inventarliste – nur mit ihr lässt sich sagen, welche Geräte im Netz stehen, wie alt sie sind und ob sie vollständig abgesichert sind. Häufige Aufgabe im Tagesgeschäft ist der Austausch von Notebooks und die geordnete Übernahme der Daten. Managed Endpoint endet dort, wo der Wunsch nach zusätzlicher Bedrohungserkennung und Reaktion beginnt; dafür ist Endpoint Detection and Response zuständig.
Managed Security Service
Managed ServicesEin Managed Security Service ist die dauerhafte Überwachung und Absicherung der IT-Sicherheit durch ein spezialisiertes Team. Typisch sind eine rund um die Uhr besetzte Frühwarnung, die Bewertung von Meldungen, die Einleitung von Gegenmaßnahmen und die Dokumentation jedes Vorgangs. Der Unterschied zur reinen Firewall oder zum Antivirenprogramm ist die Reaktion: Es geht nicht nur darum, einen Angriff zu erkennen, sondern ihn zu stoppen und danach zu rekonstruieren. Der BSI-Lagebericht 2025 nennt 950 angezeigte Ransomware-Angriffe, rund 80 Prozent davon gegen kleine und mittlere Unternehmen.
Managed E-Mail Security
Managed ServicesManaged E-Mail Security umfasst den Betrieb des Schutzwalls für E-Mails: Filter für Spam, Schadsoftware und Phishing, die Einbindung von Anhängen in Sandbox-Umgebungen sowie die Regeln für externe Absender. E-Mail bleibt der häufigste Einstieg in IT-Landschaften, weil der Angriff nicht technisch, sondern über eine Nachricht kommt. Ein Filter allein reicht nicht: Entscheidend ist, wer eine ausgelöste Sperre prüft und wie schnell. Deshalb gehört zurManaged-Variante eine Benachrichtigung an eine benannte Person und ein geregelter Freigabeweg, damit keine echte Nachricht unbemerkt im Filter hängen bleibt.
Managed Cloud Backup
Managed ServicesManaged Cloud Backup ist die Datensicherung in einem Rechenzentrum außerhalb des eigenen Hauses, betrieben von einem Dienstleister. Die Kopie liegt damit an einem anderen Ort und ist nicht an das Bürogebäude, den Stromanschluss oder die Mitarbeitenden gebunden. Üblich sind mehrere Kopien, eine davon unveränderbar, sowie regelmäßige Restore-Tests, die zeigen, dass die Wiederherstellung funktioniert. Der Unterschied zum reinen Cloud-Speicher ist die Wiederherstellbarkeit: Kopieren ohne geprüften Rückweg ist keine Sicherung. Der Nutzen für kleine Unternehmen liegt in der geografischen Trennung, die ein lokenes Backup nicht bietet.
Managed M365 Backup
Managed ServicesManaged M365 Backup sichert die Daten aus Microsoft 365, für die der Anbieter selbst keine Sicherung anbietet: Teams, Gruppenpostfächer, SharePoint-Daten und zusätzliche Exchange-Postfächer. Die Plattform bringt für Exchange, SharePoint und OneDrive eine einbaubare Sicherung mit, deckt damit aber nicht den gesamten Mandanten ab. Managed heißt hier: Ein Dienstleister übernimmt Einrichtung, Überwachung, Aktualisierung und die regelmäßige Prüfung der Wiederherstellung. Wichtig ist die Frage der Zuständigkeiten: Werden die Daten mit einem separaten Mandanten gesichert, kann ein kompromittiertes Konto die Sicherung nicht mitlöschen.
Managed Mailarchiv
Managed ServicesEin Managed Mailarchiv übernimmt die revisionssichere Aufbewahrung von E-Mails: Nachrichten werden unveränderbar gespeichert, mit Zeitstempel und Zugriffsnachweis, und lassen sich über Jahre hinweg wiederherstellen. Es erfüllt die Anforderungen der GoBD für steuerlich relevante Unterlagen und unterstützt die Nachweispflichten nach der Datenschutz-Grundverordnung. Fachlich ist es kein Backup: Ein Backup stellt verlorene Daten wieder her, ein Mailarchiv belegt, was wann geschrieben und empfangen wurde. Managed heißt, dass Betrieb, Aufbewahrungsfristen, Löschkonzept und Zugriffsrechte beim Dienstleister liegen und dokumentiert sind.
Managed Mobile Device (MDM)
Managed ServicesManaged Mobile Device verwaltet Smartphones und Tablets im Unternehmen zentral: Geräte werden registriert, Profile und Richtlinien werden gesetzt, und die Trennung von privat und dienstlich wird technisch erzwungen. Mobile-Device-Management ist die technische Seite von BYOD. Es schützt vor der Verlagerung von Zugangsdaten auf private Geräte, erlaubt das Löschen von Daten bei Verlust und legt fest, welche Anwendungen installiert werden dürfen. Ohne zentrale Verwaltung bleiben private und dienstliche Daten auf demselben Gerät vermischt – eine der häufigsten unbemerkten Lücken im Alltag kleiner Unternehmen.
Managed Network & Wireless
Managed ServicesManaged Network & Wireless betreut die Kommunikation im Unternehmen: Router, Switches, Firewalls, WLAN und die Anbindung ans Internet. Dazu gehören Segmentierung, Gästenetz, DHCP- und DNS-Betrieb sowie die Überwachung der Verfügbarkeit. Gerade im WLAN entscheidet die zentrale Verwaltung über Sicherheit: Gäste und Mitarbeitende gehören in getrennte Netze, und die Konfiguration liegt nicht mehr in der einzelnen Fritzbox. Für Unternehmen mit mehreren Standorten ist die einheitliche Konfiguration der entscheidende Unterschied – ein Fehler, der an einer Stelle behoben wird, bleibt an der nächsten Stelle sonst bestehen.
Managed Private Cloud
Managed ServicesEine Managed Private Cloud ist eine IT-Landschaft, die ausschließlich für ein Unternehmen betrieben wird, aber dennoch von einem Dienstleister verantwortet wird. Sie verbindet die Kontrolle über Datenstandort und Zugriffsrechte mit dem Komfort eines Managed Service. Technisch reicht von klassischer Virtualisierung bis zu einer privaten Cloud-Umgebung. Für mittlere Unternehmen ist der entscheidende Punkt die Personalfrage: Eine eigene private Cloud zu betreiben setzt voraus, dass dauerhaft qualifiziertes Personal vorhanden ist. Der Dienstleister übernimmt diese Rolle, das Unternehmen behält die Umgebungsgrenze und die Datenhoheit.
Managed Prozess-Automatisierung
Managed ServicesManaged Prozess-Automatisierung bedeutet, wiederkehrende Büro- und IT-Abläufe automatisiert zu betreiben: Rechnungen, Freigaben, Datentransfers und Benachrichtigungen laufen ohne manuellen Eingriff, inklusive Betrieb, Überwachung und Anpassung. Der Unterschied zur reinen Automatisierung ist die Betriebsverantwortung: Es geht nicht darum, einmal einen Ablauf zu bauen, sondern ihn dauerhaft zuverlässig zu halten. Der Nutzen liegt in der Entlastung der Fachabteilung und in der Nachvollziehbarkeit – jeder durchlaufene Vorgang ist dokumentiert, was zugleich der Nachweis gegenüber Prüfern hilft.