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IT-Sicherheit

User Awareness Training: mehr Sicherheit

Komplex IT GmbH
22. Februar 2022
6 Min. Lesezeit
Essen, NRW

Phishing-Mails sind 2026 oft fehlerfrei formuliert. Deshalb wirken Awareness-Training, Simulation und technische Filter nur zusammen. Der Überblick für KMU.

User Awareness Training ist die Schulung Ihrer Mitarbeitenden für sichere Verhaltensweisen im digitalen Alltag. Es umfasst das Erkennen von Phishing, den sicheren Umgang mit Zugangsdaten und das Melden verdächtiger Nachrichten. Der entscheidende Punkt: Der menschliche Fehler bleibt der häufigste Einfallstor, weil Angreifer nicht an der Firewall, sondern an der Person ansetzen.

2026 reicht die klassische Schulung allein nicht mehr. Generative Modelle formulieren Phishing-Mails fehlerfrei auf Deutsch, inklusive Anrede, Tonfall und Firmenbezug. Deshalb wirkt nur die Kombination aus Training, Simulation und technischer Filter. Jede Schicht allein lässt Lücken.

Nicht die E-Mail ist der einzige Weg. Angriffe per E-Mail gingen im Berichtszeitraum spürbar zurück, Angreifer verlagern sich auf Messenger, SMS und Anrufe. Wer nur die E-Mail-Adresse trainiert, deckt damit einen Teil der Angriffe ab (BSI-Lagebericht 2025, Kapitel Gefährdungslage).

Warum klassische Schulungen 2026 nicht mehr reichen

Die Schulung von vor ein paar Jahren bestand oft aus Folien mit Beispielen aus Schulbüchern. Diese Beispiele sind heute überholt. Angreifer bauen Nachrichten, die sprachlich sauber sind und firmeneigene Details enthalten, etwa aus vorherigen E-Mails oder aus Datenlecks.

Das BSI zählte im Berichtszeitraum 2024/2025 im Durchschnitt 119 neue IT-Schwachstellen pro Tag, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Werkzeuge veralten schnell. Beides funktioniert nur, weil der menschliche Fehler die Tür offen hält.

Hinzu kommt, dass sich Angriffe auf mehrere Kanäle verteilen. Eine Nachricht im Messenger, eine SMS mit einer Zwei-Faktor-Abfrage oder ein Anruf mit angeblichem Support gehören inzwischen zum Alltag. Wer nur die E-Mail-Adresse trainiert, deckt damit einen Teil der Angriffe ab.

Simulation, Schulung und Technik im Vergleich

Die drei Maßnahmen wirken an verschiedenen Stellen und haben unterschiedliche Eigenschaften. Die Übersicht zeigt Wirkung, Aufwand und möglichen Nachweis.

Maßnahme.Wirkung.Aufwand.Nachweis.
Phishing-Simulation.Übt das Verhalten unter Zeitdruck.Gering, planbare Wiederholung.Quote der geklickten Links.
Schulung der Mitarbeitenden.Erklärt Muster und Meldeweg.Mittel, Wiederholung nötig.Teilnahme und Kennzahlen.
Technische Filter.Stoppt einen großen Teil der Mails.Laufend, Pflege nötig.Filterquote im Bericht.
Keine der drei Maßnahmen wirkt allein – der Nachweis gehört in alle drei Spalten.
Drei Schichten gegen PhishingOben stehen Simulation, Schulung und Technik als drei Schichten. Darunter zeigt der Ablauf, wie aus einer Phishing-Mail eine Meldung durch die Mitarbeitenden wird.SimulationSchulungTechnikPhishing-MailMitarbeiterMeldungSimulation, Schulung und Technik wirken nur zusammen
Simulation, Schulung und Technik bilden drei Schichten. Erst ihr Zusammenspiel macht aus der Phishing-Mail eine Meldung.

So messen Sie den Erfolg

  • 1

    Klickquote – Anteil der Phishing-Links, die geöffnet wurden, als Trend über mehrere Runden.

  • 2

    Meldequote – Anteil der Phishing-Mails, die aktiv gemeldet wurden, ist die wichtigere Kennzahl.

  • 3

    Reaktionszeit – Zeit zwischen Eingang einer verdächtigen Mail und der Meldung im Helpdesk.

  • 4

    Abdeckung – Anteil der Mitarbeitenden, die die Schulung im aktuellen Jahr absolviert haben.

  • 5

    Zielwerte – Ziel je Kennzahl festlegen und je Quartal mit dem Vorjahr vergleichen.

Wichtig ist die Meldequote. Ein Klick auf einen Link wird durch gute Technik oft verhindert. Eine Meldung entsteht nur, wenn ein Mensch die Nachricht bewusst prüft. Sinkt die Meldequote, sinkt der Schutz trotz aller Filter.

Rechtliche und praktische Hinweise

Eine Phishing-Simulation berührt die Arbeit der Mitarbeitenden. Klären Sie deshalb vor dem Start Betriebsvereinbarung und Mitbestimmung, und binden Sie die Personalabteilung früh ein. Wichtig ist eine offene Kommunikation: Der Zweck der Simulation ist die Verbesserung, nicht die Kontrolle einzelner Personen.

Ebenso wichtig ist der Meldeweg. Ein Knopf im E-Mail-Programm, eine feste Adresse und eine Rückmeldung an die meldende Person machen den Unterschied. Wer eine verdächtige Mail meldet und danach nichts hört, meldet beim nächsten Mal nicht mehr.

WeiterführendEndpoint-Sicherheit für Mitarbeiter-PCs: was wirklich hilft.WeiterführendRansomware-Schutz für KMU: die drei Schutzebenen.

Häufige Fragen zum User Awareness Training

Prüfen wir gemeinsam, wie gut Ihre Mitarbeitenden heute Phishing erkennen. Im kostenlosen Erstgespräch planen wir Filter, Meldeweg und Schulung. Kostenloses Erstgespräch. Unverbindlich.

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