Was ist KI? Einsatz im Unternehmen

Künstliche Intelligenz bezeichnet Systeme, die aus Daten lernen und Muster erkennen, statt einer festen Regel zu folgen. Für Unternehmen entstehen daraus zwei Felder: generative Modelle erzeugen Texte, Bilder und Code, analytische Modelle erkennen Muster in Daten und schlagen Entscheidungen vor. Beide Felder arbeiten nur so gut, wie die Daten dahinter geordnet sind.

3 Beiträge·23 Min. Lesezeit gesamt

Der praktische Unterschied zu klassischer Software liegt in der Flexibilität. Ein Programm für Rechnungslegung folgt einem festen Ablauf. Ein Modell erkennt ein Muster in Texten, Bildern oder Zahlenreihen und liefert ein Ergebnis, für das es vorher keinen Code gab. Diese Flexibilität ist der Grund, warum sich Datenqualität und Datenschutz zu den Hauptthemen des KI-Einsatzes entwickelt haben.

Für kleine Unternehmen ist die Offenheit des Werkzeugs die wichtigere Beobachtung. Über ein öffentliches Modell wie ChatGPT erreichen Mitarbeitende schnelle Ergebnisse, und die Daten verlassen dabei das Unternehmen. Über ein Enterprise-Modell wie Microsoft Copilot bleiben die Daten im Mandanten, und der Zugriff läuft über geprüfte Berechtigungen. Beide Wege führen zum Ergebnis, sie trennen Daten und Verträge unterschiedlich.

Die Einführung gelingt in vier Phasen: Bedarf klären, Datenbasis prüfen, Datenschutz und Rechtsrahmen sichern, Mitarbeitende einbinden. Wer mit dem Werkzeug beginnt, arbeitet an der falschen Stelle. Die Studienlage stützt das: 42 Prozent der Befragten sehen eine Effizienzsteigerung als primären Nutzen, 19 Prozent keinen spürbaren Mehrwert. Der Unterschied liegt an der Vorbereitung, nicht an der Wahl des Modells.

Ein weiterer Befund aus derselben Erhebung passt zur Erfahrung aus vielen Projekten: 56 Prozent der IT-Verantwortlichen beklagen Zeitverlust durch mangelnde Integration. KI wirkt dort nicht, wo die Prozesse davor schon brüchig sind. Sie beschleunigt eine lückenlose Kette und verbreitert eine defekte.

Vier Fragen vor dem ersten KI-Einsatz

  • Prozess benennen – An welcher wiederkehrenden Arbeit hakt es?
  • Daten prüfen – Welche Daten laufen durch, und wo liegen sie?
  • Werkzeug wählen – Öffentliches Modell oder Enterprise-Modell?
  • Regel festlegen – Wer darf ein Ergebnis verwenden, und wer prüft es?
Der Copilot-Prompt läuft über geprüfte BerechtigungenDie Frage eines Nutzers erreicht die Copilot-Schicht des Microsoft-365-Tenants. Exchange, SharePoint und Teams antworten nur, wenn die Berechtigungen dieser Quellen geprüft und freigegeben sind.NutzerCopilotFreigabeExchangeSharePointTeams
Die Frage eines Nutzers erreicht die Copilot-Schicht des Tenants. Die Antwort kommt nur aus Quellen, für die die Berechtigungen geprüft sind.

Vier Phasen der KI-Einführung

PhaseWas dort passiertTypischer Fehler
Bedarf klärenEin konkreter Prozess wird benannt, an dem die Arbeit haktEin Werkzeug wird gesucht, ohne den Prozess zu kennen
Daten prüfenDatenquellen, Vollständigkeit und Zugriffsrechte werden geklärtDie Datenbasis wird später geprüft
Rechtsrahmen sichernVertrag über Auftragsverarbeitung, TOMs und RisikoeinstufungEin öffentliches Tool ohne Vertrag genutzt wird
Mitarbeitende einbindenSchulung, Freigaberegeln und ein Ort für VersucheDie Einführung endet mit einer Lizenz

Die Phasen laufen in dieser Reihenfolge. Jede spätere Phase setzt die vorige voraus.

Beiträge zum Thema Künstliche Intelligenz

3 Beiträge, zuletzt zuerst.

Häufige Fragen: Was ist KI

Weiter in dieser Rubrik

Themenfeld und Leistung zum Thema Künstliche Intelligenz.

Aus Wissen wird ein Plan.

Wir hören zu, verstehen Ihre Situation und zeigen Ihnen, wie wir das Thema Künstliche Intelligenz für Ihr Unternehmen umsetzen.